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«Massivbau ist nicht nachhaltig»

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Kobelt AG Kobelt Haus

Massivbau ist nicht automatisch nachhaltig – aber Massivbau kann nachhaltig geplant und umgesetzt werden. Nachhaltigkeit hängt nicht allein vom Baustoff ab. Entscheidend ist die Betrachtung des gesamten Gebäudelebenszyklus.

Der Mythos

Massivhäuser seien grundsätzlich nicht nachhaltig, weil bei ihrer Herstellung mineralische Baustoffe wie Beton oder Backstein eingesetzt werden.

Was wirklich zählt

Nachhaltigkeit im Bauwesen umfasst mehrere Aspekte:

  • graue Energie und Treibhausgasemissionen bei der Herstellung
  • Materialmenge und Herkunft
  • Energieverbrauch im Betrieb
  • Lebensdauer und Werterhalt
  • Unterhalt und Anpassbarkeit
  • Rückbau, Wiederverwendung und Recycling
  • Auswirkungen auf das Grundstück und die Umgebung

Die Auswahl der Bauweise beantwortet deshalb noch nicht die Frage, wie nachhaltig ein Gebäude tatsächlich ist. Auch ein Holzhaus ist nicht automatisch nachhaltig. Umgekehrt kann ein Massivhaus eine langfristig sinnvolle und energieeffiziente Lösung sein.

Die Stärken des Massivbaus

Massivbau kann mit einer langen Lebensdauer, hoher Robustheit und guter Wärmespeicherfähigkeit punkten. Je nach Konstruktion und Projekt kommen weitere Eigenschaften wie Schall- und Brandschutz hinzu.

Diese Vorteile machen ein Massivhaus jedoch nicht automatisch nachhaltig. Sie müssen mit einer energieeffizienten Planung, einem angemessenen Materialeinsatz und einer hochwertigen Ausführung zusammenspielen. Auch die Möglichkeit, ein Gebäude langfristig zu nutzen und an veränderte Bedürfnisse anzupassen, ist ein wichtiger Teil der Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit braucht eine Gesamtbetrachtung

Ein nachhaltiges Massivhaus beginnt bei der Planung. Dazu gehören beispielsweise eine kompakte Gebäudeform, eine gut gedämmte Gebäudehülle, eine passende Haustechnik und eine Konstruktion, die langfristig funktioniert.

Ebenso wichtig ist die Frage, ob ein bestehendes Gebäude weiterentwickelt werden kann. Ein Umbau oder eine energetische Sanierung kann gegenüber einem Neubau eine sinnvolle Lösung sein, wenn dadurch vorhandene Bausubstanz erhalten und weitergenutzt wird.

Nachhaltiger Massivbau bei Kobelt

Die Mehrheit unserer Hausbauprojekte entstehen in Massivbauweise. Nachhaltigkeit im Massivbau ist für Kobelt deshalb kein Randthema, sondern ein wichtiger Bestandteil unserer Baukompetenz.

Kobelt Haus hat sich früh mit energieeffizientem Bauen beschäftigt und das erste Massivhaus der Schweiz nach Minergie zertifiziert.

Heute betrachten wir Nachhaltigkeit projektbezogen: Welche Bauweise passt zum Grundstück? Welche Materialien sind sinnvoll? Wie lässt sich der Energieverbrauch reduzieren? Und wie bleibt das Gebäude langfristig nutzbar?

Fazit

Massivbau ist nicht automatisch nachhaltig. Er ist aber auch nicht automatisch unnachhaltig. Entscheidend sind die Materialwahl, die Planung, die Energieeffizienz, die Lebensdauer, die Anpassbarkeit und der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes.